Languedoc-Roussillon (FR)

Languedoc-Roussillon ist keines der weithin bekannten Weinanbaugebiete Frankreichs, wie Bordeaux und Burgund, Loire oder Rhône. Dabei ist es doch Frankreichs größtes Weinanbaugebiet und umfasst die drei Départements Aude, Gard und Hérault. In dem in der Region Okzitanien gelegenen Gebiet wurde noch vor einigen Jahrzehnten insbesondere viel, aber wenig hochwertiger Wein produziert. Seitdem wurden die Anbauflächen deutlich zurückgefahren, Erträge gesenkt und so der Qualitätsstandard erhöht, was dazu geführt hat, dass die Weine der Region heute oftmals ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. 

Die „Doppelregion“ grenzt im Norden an die südliche Rhône und folgt der Mittelmeerküste bis an die spanische Grenze. Nur ein kleines Stück am südlichen Ende dieses Gebiets macht dabei das katalanisch geprägte Roussillon aus. Nördlich davon über Narbonne, Montpellier und Nîmes bis an die Rhône sowie weit ins Landesinnere hinein reicht das wesentlich größere Languedoc. 

Die Sommer sind in Südfrankreich trocken und heiß; diese Trockenheit zwischen den Monaten Mai und September gehört zu den größten Problemen für die örtlichen Weinbauern. Die Winzer der Gegend haben auf den Umstand reagiert – etwa durch die bewusste Wahl der passenden Rebsorten. Über hundert Rebsorten sind nach den Regularien der verschiedenen Appellationen heute zugelassen. Das vorherrschende Klima der Region sorgt gleichzeitig auch dafür, dass es Pilze und Schädlinge schwerer haben, dem Wein zu schaden. Biologischer und biodynamischer Anbau ist in der Region daher gut möglich und weit verbreitet.